Blaulicht auf dem Schulhof, große Einsatzfahrzeuge zum Anfassen und Retterinnen und Retter, die aus erster Hand von ihrer Arbeit berichten: An der Conrad-Weiser-Schule drehte sich heute alles um das Thema Katastrophenschutz.
Zu Gast waren Einsatzkräfte der DLRG, des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) sowie der Freiwilligen Feuerwehr Großaspach. Mitgebracht hatten sie nicht nur Informationsmaterial, sondern auch beeindruckende Technik: ein Einsatzfahrzeug der DLRG mit Anhänger und Boot, ein Rettungswagen (RTW) des DRK und ein Feuerwehrfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Großaspach. Auf dem Schulhof bot sich den Schülerinnen und Schülern ein außergewöhnliches Bild – und vor allem eine einmalige Lerngelegenheit.

v.l.n.r. Annika Bartle, Clara Britz, Julia Schwager, Andreas Kugler, Michael Brandt, Jannik Herre, Carmen Bach
Technik erleben – Einsätze verstehen
Im Rahmen einer Informationsveranstaltung zum Katastrophenschutz erhielten zahlreiche Klassen die Möglichkeit, die Fahrzeuge aus nächster Nähe zu erkunden. Direkt an den Einsatzfahrzeugen erklärten die Helferinnen und Helfer anschaulich ihre Aufgabenbereiche und Einsatzarten:
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Wie läuft eine Wasserrettung ab?
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Welche Ausstattung befindet sich in einem Rettungswagen?
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Wie organisiert die Feuerwehr Einsätze bei Bränden oder Unwettern?
Die Schülerinnen und Schüler konnten Fragen stellen, Ausrüstung begutachten und bekamen einen realistischen Einblick in Abläufe, die sonst meist nur aus den Nachrichten bekannt sind. Besonders eindrucksvoll war zu sehen, wie professionell, strukturiert und teamorientiert die Arbeit im Ernstfall organisiert ist.
Auch durften einzelne Schülerinnen und Schüler Gerätschaften und Kleidung direkt ausprobieren und anheben. So lernte Milen aus der 10a zum Beispiel, dass man sich als Atemschutzträger der Feuerwehr mit ca. 60kg Gepäck durch dichten Rauch zu kämpfen hat. Nach einer Runde durch das Schulhaus spürte der durchaus fitte und trainierte Jugendliche das auch.

Ehrenamt, das Leben rettet
Ein zentrales Thema des Tages war das ehrenamtliche Engagement. Die meisten der anwesenden Einsatzkräfte engagieren sich freiwillig – neben Beruf, Studium oder Schule. Sie investieren ihre Freizeit, absolvieren regelmäßige Aus- und Fortbildungen und stehen bereit, wenn Hilfe gebraucht wird – bei Unfällen, Bränden, Hochwasser oder anderen Notlagen.
Dieses Engagement verdient höchsten Respekt und große Anerkennung. Ohne ehrenamtliche Helferinnen und Helfer wären viele Einsätze im Katastrophenschutz in Deutschland nicht möglich. Sie übernehmen Verantwortung für die Gesellschaft – oft im Hintergrund, aber immer mit großem Einsatz. Vielleicht entscheiden sich manche unserer Schülerinnen und Schüler, ein solches Ehrenamt in der Zukunft selbst zu übernehmen – es wäre so wichtig!
Ein herzliches Dankeschön!
Die Conrad-Weiser-Schule bedankt sich ausdrücklich und sehr herzlich bei allen beteiligten Organisationen und Einsatzkräften für ihren Besuch, die anschaulichen Erklärungen und die Zeit, die sie sich für unsere Schülerinnen und Schüler genommen haben.
Solche Begegnungen machen deutlich: Katastrophenschutz ist Teamarbeit – und beginnt mit Wissen, Verantwortung und Engagement.


