Schüler der Conrad-Weiser-Schule liefen über die Alpen

Wer den Ehrenpräsidenten des Skiclub Aspach kennt, den wird es nicht wundern: Der langjährige Skiclub-Vorstand hat Energie wie kein Zweiter. Neben der über 20jährigen Kooperation zwischen „Schule und Verein“, die winterliche Skiausfahrten organisiert, gibt es ein weiteres Highlight unter seiner Regie: Bereits 2019 fand die erste Alpenüberquerung statt. Als weiterer Verantwortlicher und Organisator war Diethard Hauke, Sportlehrer an der CWS-Großaspach, mit dabei.

Denn zwischen dem Start am Tegernsee in Bayern und dem Ziel, Sterzing in Südtirol, liegt eine Fußstrecke von fast 90 Kilometern und 7500 Höhenmetern, die erst einmal überwunden werden müssen.

Los ging es am Bahnhof in Backnang mit dem Zug nach Stuttgart und nach München. Angekommen am Tegernsee standen zunächst 10 Kilometer „Einlaufen auf der Ebene“ auf dem Programm. Nach der Übernachtung in einer Pension hieß die erste große Etappe „Wanderung von Kreuth zur Blaubergalm.“ An diesem Tag stand bereits die schwierigste Etappe mit knapp 900 Höhenmetern bergauf auf dem Plan. Angekommen auf der Blaubergalm auf über 1500 Metern, konnten die kleinen und großen Teilnehmer erst einmal durchschnaufen.

Danach ging es von der Blaubergalm nach Achenkirch in Tirol . Die Wanderer hatten bereits jetzt beachtliche 800 Höhenmeter bergab und 150 Meter bergauf bei einer Gesamtdistanz von 12,5 Kilometern geschafft. Nicht nur der teils steile Anstieg machte jetzt zu schaffen, am Etappenziel angekommen, setzte starker Regen ein. Weiter gings mit öffentlichen Verkehrsmitteln nach Jenbach, wo dann auch übernachtet wurde.

Am nächsten Tag ging es dann mit dem Bus wieder nach Achenkirch und von dort dann am Westufer Richtung Pertisau. Nach nur 1 1⁄2 stündiger Wanderung erreichte man die Gaisalm wo alle dann eine längere Rast inklusive Baden im Achensee einlegten. Von nun an ging es relativ eben gen Pertisau und mit Schiff und Dampfeisenbahn wieder zurück nach Jenbach .

Früh am nächsten Morgen ging es dann mit der Zillertalbahn nach Fügen. Vom dortigen Bahnhof zur Spieljochbahn geht es rund 1 Kilometer steil bergauf. Nach der Hälfte der Strecke kam bereits „Werner ich kann nicht mehr, können wir eine Pause machen?“. Nach einer kurzen Pause schaffte es dann aber alle, die Talstation der Spieljochbahn zu erreichen. Mit der hochmodernen und barrierefreien 10er Gondelbahn ging es so bis auf 1.858 Meter.

Der Höhenweg nach Hochfügen war ohne große Probleme zu bewältigen, nur mussten ab und zu umgestürzte Bäume überwunden werden. An diesem Tag wurde rund 11 Kilometer gewandert und knapp 800 Höhenmeter geschafft.

Vom Berghotel in Hochfügen aus, war heute geplant, dass wir über das Kreuzjoch zum Melchboden, dann mit dem ÖPNV zum Schlegeisstausee / Domenikushütte kommen wollen. Dieser Plan wurde durch die Wetterprognosen, Regen und Gewitter, geändert. Wir sind dann über die Rastkogelhütte,

850m Höhenmeter warten zu bewältigen, zum Melchboden gelaufen. Leider zogen in der Mitte dieses Streckenabschnitts mit einer immensen Geschwindigkeit Wolken auf. Der Regen setzte aber erst kurz vor der Rastkogelhütte sein, so dass alle fast trockenen Fußes in der Hütte ankamen. Nach der Mittagspause ging es dann weiter. Entlang des Kammes musste dann auf Grund des Gewitters die Planung geändert werden und es ging dann am Hang entlang zum auf 2000 Mtern gelegenen Melchboden. Dort angekommen der brachte ein Bus die Teilnehmer 1250 Meter tiefer nach Ramsau/Hippach, von dort ging es mit der Zillertalbahn nach Mayrhofen weiter zum Schlegeisstausee.

Dank der aktuellen Wetterprognose mussten die Pläne für die letzte Etappe geändert werden. Daher ging es auf direktem Weg zum Pfitscherjochhaus. Nach einer ausgiebigen Rast auf der Lavitzalm kamen dann alle auf 2.275 Metern an.

Am letzten Tag stand nur noch der Abstieg vom Pfitscherjochhaus ins Pfitschtal auf dem Programm. Es galt auf knappe 6 Kilometern eine Höhe nach unten von 1.000 Metern zu überwinden. Bereits nach 1 Std. und 20 Minuten hatte man dieses Tagesziel erreicht. Nach einer kurzen Wartezeit ging es mit dem Bus zum Bahnhof nach Sterzing weiter bevor es auf den Brenner hoch ging. Am Brenner fuhr der Zug pünktlich ab, so dass der gebuchte ICE nach Stuttgart die erschöpften, aber glücklichen Wanderer Richtung Heimat brachte.

Dankeschön an die Spender:

Gaststätte Kube, Steuerberatungsbüro Idler, der Stiftung Herzwerk, Fa. Solmey, Fam. Eberhardt Unkauf, Gemeinde Aspach, Bioenergie Baumgärtner GmbH & CoKG und der Rathausapotheke Großaspach.